Die Nacht zieht sich langsam über dem Salierring. Es wird später und je später es wird, desto ruhiger wird die Straße. Nur eine Kiosk bleibt geöffnet. Immer weniger Autos fahren. Sporadisch brechen die Linien der Straßenbahn die nächtliche Ruhe ab. So wie die schreienden Stimmen der Betrunkenen - so wie ein junges Liebespaar, das sich wegen Eifersucht streitet - "Annika, trau dich nicht! verlass mich nicht!" - "hau ab, du ekelst mich an!" "Annika, bitte! ich liebe dich!"- höre ich. Ich drehe mich im Bett um. Ich denke an den Schmerz, den Liebeskummer von diesem Kerl. Und die Nacht setzt sich mit all ihrer Macht durch. Ich schlafe ein - keine Geräusche mehr.
No comments:
Post a Comment